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Macht und Missbrauch
Franz Josef Strauß und seine Nachfolger
Brisant, aktuell, hochpolitisch
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Nockherberg 2010 (Bayern):
Bruder Barnabas übergibt »Macht und Missbrauch« an Ministerpräsident Seehofer.
Michael Stiller, langjähriger leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung: »Dieses Buch entlarvt die Wiederbelebung eines verqueren Strauß-Mythos durch die CSU als peinliche Farce. Der Autor, als früherer leitender Steuerbeamter Bayerns von der Strauß-Clique wegen seiner Unbestechlichkeit und Unbeugsamkeit über viele Jahre kujoniert und verfolgt, obwohl selbst CSU-Mitglied, setzt gegen Legenden gnadenlos Fakten: über den Raubinstinkt von Politikern, die Begünstigung ihrer Amigos, schamlose Selbstbedienung mithilfe des Staatsapparates und menschenverachtende Behandlung jener, die sich pflichtgemäß diesem bis heute anhaltenden Treiben widersetzt haben oder noch widersetzen.«
Franz Josef Strauß gilt als Ikone der CSU. Edmund Stoiber bezeichnete ihn als »größten Sohn« der Partei. Andere CSU-Spitzenpolitiker verlangen für Strauß gar einen Platz in der Ehren- und Ruhmeshalle Walhalla bei Regensburg.
Mehr als 20 Jahre nach Strauß’ Tod wird so ein Mythos gehegt, der im krassen Gegensatz zur Realität steht. Seine Gier nach Macht und Geld ließ den einstigen CSU-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten sich selbst zum Gesetz erheben: Er setzte ihm genehme Beamte in Schlüsselpositionen ein, begünstigte befreundete millionenschwere Unternehmer und griff in amtliche Entscheidungen ein. Wer sich ihm entgegenstellte, wurde ausgeschaltet. Dieser Regierungsstil, die Ausbeutung des Staates für Partei- und Privatinteressen, endete jedoch nicht mit der Ära Strauß, sondern reicht über Max Streibl und Edmund Stoiber bis hin zu Erwin Huber.
Wilhelm Schlötterer arbeitete fast 30 Jahre im bayerischen Finanzministerium. In der Ära Strauß war er mit dubiosen Steuerfällen betraut, die sich später zu spektakulären Affären ausweiteten und schließlich in der Amigo-Affäre mündeten. Er führt die Ausmaße des Strauß-Netzwerkes sowie dessen Machenschaften - auch unter den Nachfolgern - vor Augen und berichtet von seinem persönlichen Widerstand gegen ein schamloses Machtsystem, das Rechtsstaatlichkeit und Demokratie in besorgniserregender Weise missachtet.
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gebunden mit Schutzumschlag 416 Seiten, Format 14 x 21,5 cm ISBN: 978-3-7716-4434-5 |
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